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Pressemitteilung vom 28.02.2011

 

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ver.di hessen


Datum der Veröffentlichung:  Montag, 28. Februar 2011

2.300 Beschäftigte beteiligen sich am Warnstreik /
ver.di Hessen ruft erstmalig Beamtinnen und Beamte zur Beteiligung auf

Frankfurt a. M. Rund 2.300 Beschäftigte der hessischen Landesverwaltung, der Universität Frankfurt a. M., der Uniklinik in Frankfurt a. M. sowie der Technischen Universität Darmstadt haben sich heute an dem Warnstreik im Rahmen der Tarif- und Besoldungsrunde 2011 Hessen beteiligt. Dies teilte Christian Rothländer, Tarifkoordinator „öffentlicher Dienst“ beim ver.di Landesbezirk Hessen am frühen Nachmittag im Pressedienst seiner Organisation mit. In Darmstadt, Wiesbaden, Frankfurt a. M., Gelnhausen und Kassel fanden zentralen Kundgebungen statt, auf denen die Gewerkschaften über den Stand der seit Anfang Februar laufenden Verhandlungen berichteten.

Auf der Kundgebung in Frankfurt a. M. kritisierte Achim Meerkamp vom ver.di Bundesvorstand (Berlin), die hinhaltende Verhandlungsführung des Landes. Seit Mitte Dezember 2010 seien die gewerkschaftlichen Forderungen bekannt. Gleichwohl sei in zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt worden. Deshalb wolle man durch den heutigen Warnstreik Druck auf die weiteren Verhandlungen ausüben und deutlich machen, dass ver.di an einer schnellen Einigung gelegen sei.

In Wiesbaden fand am frühen Nachmittag auf dem Dern‘schen-Gelände eine gemeinsame Abschlusskundgebung zusammen mit der dbb Tarifunion statt. Hier beteiligten sich weitere 500 Streikende der dbb Tarifunion.

ver.di fordert in der aktuellen Tarif- und Besoldungsrunde eine Erhöhung der Tabellenwerte um jeweils 50,00 € und anschließend eine lineare Steigerung um 3 %. Daneben will die Gewerkschaft eine verbindliche Regelung zur Übernahme von Ausgebildeten für die Dauer von wenigstens 24 Monaten erreichen um den sich abzeichnenden demografischen Wandel auch in der Landesverwaltung aufzufangen. Schließlich sollen die Beschäftigten der hessischen Straßenmeistereien eine Gefahrenzulage erhalten.

ver.di Hessen hatte auch erstmalig Beamtinnen und Beamte des Landes und der Kommunen in ausgewählten Bereichen zum Warnstreik aufgerufen. Dies auch deshalb, weil das Land für diesen Personenkreis seit September 2006 die Besoldungserhöhung selbst festlegen kann, bis dahin war dies Sache des Bundesgesetzgebers. ver.di will in dieser Runde neben einer Übertragung der Einkommenserhöhung auch eine Reduzierung und Vereinheitlichung der Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten von derzeit bis zu 42 Stunden auf dann einheitlich 40 Stunden erreichen. „Damit wollen wir eine Angleichung an die seit Januar 2010 geltenden Arbeitszeit im Tarifbereich des Landes erreichen“ so Rothländer. Er kritisierte abschließend, dass auch zu diesem Komplex „sich das Land bislang in tiefes Schweigen hülle“.

Die Verhandlungen werden in 3. Runde am Dienstag, dem 16.03.2011 in Wiesbaden fortgesetzt.

Bei Rückfragen:
Christian Rothländer
Tarifkoordinator „öffentlicher Dienst“
Telef.: 0171 / 620 80 56

Presserechtlich verantwortlich: Christian Rothländer (Pressestelle)
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Landesbezirk Hessen
Wilhelm-Leuschner-Straße 69 - 77 (Postfach 20 02 55), 60606 Frankfurt am Main
Festnetz: (069) 2569-1220, mobil: (0171) 6208056, Internet: www.hessen.verdi.de
E-Mail:christian.rothlaender@verdi.de, Fax: (069) 2569-1299

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